Hidden Legacy – Das Erbe der Magie

„Das Erbe der Magie“ von Ilona Andrews ist der erste Teil der 6-teiligen Hidden-Legacy-Reihe. Band 1 erschien auf Deutsch am 05.04.2018 LYX-Verlag.

„Das Erbe der Magie“ handelt von Familienzusammenhalt, menschlichen Monstern und einer Gesellschaft, in der Macht durch Blutlinien definiert wird.

Nevada arbeitet als Privatdetektivin in einer Welt, die von Magie kontrolliert und definiert wird. Sie versucht ihr Familienunternehmen mit allen Mitteln über Wasser zu halten. Als man ihr von höherer Stelle ein Ultimatum stellt, ist sie gezwungen, einen Auftrag anzunehmen, der sie wahrscheinlich umbringen wird. Das ist allerdings nur ein Problem, wenn ihr massenmörderischer Verbündeter sie nicht zuerst tötet.

Connor „Mad“ Rogan ist ein berühmter Massenmörder. Naja, eigentlich ein berüchtigter Soldat, der sich zurückgezogen hat. Er ist gutaussehend, reich und nur in einer Sache gut: andere Menschen töten. Von seiner Familie hat er sich schon lange distanziert. Als seine Cousine ihn um Hilfe bittet, ihren Sohn zu finden, stimmt er dennoch zu.

Dadurch kommt Nevada in den einzigartigen Genuss eines unglaublich fähigen Partners, der unfähig im Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen ist. Denn auch wenn Rogan sie zu mögen scheint, bedeutet das nicht, dass er mit diesen Gefühlen umzugehen weiß. Dazu kommt, dass Nevada für ihre eigene Familie verantwortlich ist. Rogan ist eine Gefahr. Mehr darf er für sie nicht sein.

Zum Glück ist Rogan ein Arschloch, sodass es ihr nicht schwerfällt sich daran zu erinnern, dass er sie ausnutzt – und sie ihn ebenso ausnutzen sollte…

„Das Erbe der Magie“ handelt sowohl von engen, als auch von schwierigen Beziehungen innerhalb von Familien. Es geht um Politik, Macht und die Abgründe, die Letztere in Menschen weckt.

Mit der Protagonistin kann man sich sehr gut identifizieren, zumal sie sich sowohl über ihren Partner als auch über die allgemeine Situation auf die menschlichste Weise aufregt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, sticht aber nicht heraus. Das Pacing ist an die Geschichte angepasst und steigert sich mit dem Plot. Die politische Situation ist nachvollziehbar gestaltet und wird über die Handlung angemessen erklärt.

Auch wenn beide Hauptcharaktere durchaus ansprechend und mit Tiefe gestaltet sind, fehlt es an Charakterentwicklung. Da es sich hierbei um Teil 1 einer Reihe handelt, war das zumindest teilweise zu erwarten.

Das Buch erinnert auf seine eigene Weise an einen Krimi, hat aber genug Subplots um auf für Lesende, die dieses Genre nicht interessiert, spannend zu sein. Die Geschichte fokussiert sich um die angespannte Beziehung zwischen den Hauptfiguren sowie deren Beziehung zu ihren jeweiligen Familien.

Das Erbe der Macht ist eine Empfehlung für Fans von Urban-Low-Fantasy-Krimis, die auf der Suche nach einer Geschichte sind, bei der mehr auf dem Spiel steht.


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