The Will of the Many

Nur ein falsches Wort. Ein Verdacht. Eine Person, die zu genau hinsieht – und Vis‘ Kopf endet in einer Schlinge…

The Will of the Many ist der 1. Teil einer dystopischen Fantasy-Reihe von James Islington. Es erschien in der deutschen Fassung am 18.03.2025 im Adrian & Wimmelbuchverlag.

Aufgrund fehlender Angaben des Verlags zu Nutzung von Bildern unter Urheberrecht können wir das Cover hier nicht zeigen.

Vis ist der letzte Überlebende der Königsfamilie eines gefallenen Reiches. Jahrelang hat er sich mit harter Arbeit, illegale Aufenthalten in einer Bibliothek und Grubenkampf über Wasser gehalten – das meiste davon ohne das Wissen des Waisenhauses, in dem er lebt.

Es dauert nicht lang, bis Vis sich zwischen den Fronten eines noch nicht ausgebrochenen Kriegs wiederfindet: auf der einen Seite die Hierarchie, die ihm – vielleicht – ein Leben in Frieden nach seinen eigenen Prinzipien ermöglichen wird, und auf der anderen Seite die Rebellen, die hoffen, seine Wut nutzbar zu machen, die er gegenüber der Hierarchie aufgrund der Hinrichtung seiner Familie hegt.

Am liebsten würde Vis sich raushalten, aber beide Seiten könnten mehr als sein Leben von ihm fordern, wenn er sie hintergeht…

The Will of the Many erzählt die Geschichte eines Jungen, der alles verloren hat und versucht, das bestmögliche Ergebnis aus einer schlechten Situation zu ziehen – während er innerlich gleichzeitig nach Zugehörigkeit und Rache sucht.

Das Buch zeigt, dass Gerechtigkeit und Sieg nicht immer zusammengehören und das Macht selten aus Fairness entsteht.

Bemerkenswert ist das Zusammenspiel aus High Fantasy und Dystopie, was in Büchern selten vorkommt. Das ungewöhnliche Magiesystem ersetzt dabei den Science-Fiction-Aspekt, den die meisten Dystopien beinhalten.

Der Protagonist Vis muss sich gleichzeitig verstecken und die Erwartungen von Verbündeten und Feinden erfüllen. Vertrauen kann er niemandem. Nicht seinen Freunden, nicht seiner Adoptivfamilie. Jeder, der zu viel weiß, könnte ihn zum Tode verurteilen.

Bald stellt sich heraus, dass er keine wahren Verbündeten hat. Er ist ein Werkzeug, perfekt, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Dabei spielt es für seine „Verbündeten“ nicht unbedingt eine Rolle, ob er überlebt.

The Will of the Many brauch einen Moment, bis man das System versteht und noch länger, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Danach lohnt es sich dafür umso mehr!

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