
Nur ein falsches Wort. Ein Verdacht. Eine Person, die zu genau hinsieht – und Vis‘ Kopf endet in einer Schlinge…
The Will of the Many ist der 1. Teil einer dystopischen Fantasy-Reihe von James Islington. Es erschien in der deutschen Fassung am 18.03.2025 im Adrian & Wimmelbuchverlag.
Aufgrund fehlender Angaben des Verlags zu Nutzung von Bildern unter Urheberrecht können wir das Cover hier nicht zeigen.
The Will of the Many erzählt von der Hierarchie, die sämtliche Königreiche erobert und in das eigene Weltbild eingegliedert hat. Es handelt von Rache, von Loyalität, Schuld und dem tief vergrabenen Wunsch nach Zugehörigkeit. Zwischen unbekannten Fronten und Erpressungen von den eigenen Verbündeten ist Strategie das einzige, was dich am Leben halten kann. Wem kannst du vertrauen? Und wie weit kannst du gehen, um dich vor allen anderen zu schützen?
Vis ist der letzte Überlebende der Königsfamilie eines gefallenen Reiches. Jahrelang hat er sich mit harter Arbeit, illegale Aufenthalten in einer Bibliothek und Grubenkampf über Wasser gehalten – das meiste davon ohne das Wissen des Waisenhauses, in dem er lebt.
Als Vis überraschend von einem einflussreichen Mann adoptiert wird, dauert es nicht lang, bis dieser ihm offenlegt, dass Vis eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll. Eine, die ihm eine gute Zukunft versprechen kann – oder seinen Tod, sollte je jemand herausfinden, wer er früher war.
Es dauert nicht lang, bis Vis sich zwischen den Fronten eines noch nicht ausgebrochenen Kriegs wiederfindet: auf der einen Seite die Hierarchie, die ihm – vielleicht – ein Leben in Frieden nach seinen eigenen Prinzipien ermöglichen wird, und auf der anderen Seite die Rebellen, die hoffen, seine Wut nutzbar zu machen, die er gegenüber der Hierarchie aufgrund der Hinrichtung seiner Familie hegt.
Am liebsten würde Vis sich raushalten, aber beide Seiten könnten mehr als sein Leben von ihm fordern, wenn er sie hintergeht…
Allgemeines:
- ISBN:978-3-9858524-7-5 (Taschenbuch, deutsch)
- Länge: 944 Seiten (Taschenbuch)
- Auf KU: nein
- Originalsprache: Englisch
- Sprache der gelesenen Fassung: Englisch
- Vorhandene Formate dieser Fassung: E-Book, Taschenbuch, Hörbuch, gebundenes Buch
- Veröffentlicht: 23.05.2023 (auf Englisch), 18.03.2025 (auf Deutsch)
Generelles Inhaltliches
- Genres: Dystopie, High Fantasy
- Spice: nein
- Queer Rep.: nein
- Geschwindigkeit im Vergleich zur Länge der Geschichte: medium
- Handlungsstränge: 1
- Blickwinkel/PoVs: 1
- Erzählstil: Ich-Perspektive
Spezifisches Inhaltliches: ACHTUNG SPOILER
- Inhaltswarnungen: Folter, Blut, Tod, Hinrichtungen (erzählt)
- Diversität bei den Charakteren: viel
- Grundstimmung: angespannt, gefährlich, teils amüsiert
- Tropes: Enemies to Friends, geheime Identität
- Relationship(s): Freundschaft, Romance, Abhängigkeit (voneinander), Academic Rivals
Wertung:
Die Bücher werden in 4 Kategorien mit 0 bis 5 Sternen bewertet, halbe Sterne sind möglich. Die Kategorie Schreibstil zählt nur ein Drittel so viel wie die anderen. Die Gesamtwertung ergibt sich rechnerisch.
Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei der Wertung jeweils um die persönliche Meinung der Person handelt, die den Blogeintrag verfasst hat.
(10%) Schreibstil: 4⭐
(30%) Charakter(e) (und -entwicklung): 4⭐
(30%) Setting/Worldbuilding: 4,5⭐
(30%) Handlung/Plot: 4⭐
(100%) Gesamtwertung: 4,15⭐
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (die Komplexität der Geschichte macht es für ältere Jugendliche und Erwachsenen geeignet)
The Will of the Many erzählt die Geschichte eines Jungen, der alles verloren hat und versucht, das bestmögliche Ergebnis aus einer schlechten Situation zu ziehen – während er innerlich gleichzeitig nach Zugehörigkeit und Rache sucht.
Das Buch zeigt, dass Gerechtigkeit und Sieg nicht immer zusammengehören und das Macht selten aus Fairness entsteht.
Bemerkenswert ist das Zusammenspiel aus High Fantasy und Dystopie, was in Büchern selten vorkommt. Das ungewöhnliche Magiesystem ersetzt dabei den Science-Fiction-Aspekt, den die meisten Dystopien beinhalten.
Der Protagonist Vis muss sich gleichzeitig verstecken und die Erwartungen von Verbündeten und Feinden erfüllen. Vertrauen kann er niemandem. Nicht seinen Freunden, nicht seiner Adoptivfamilie. Jeder, der zu viel weiß, könnte ihn zum Tode verurteilen.
Bald stellt sich heraus, dass er keine wahren Verbündeten hat. Er ist ein Werkzeug, perfekt, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Dabei spielt es für seine „Verbündeten“ nicht unbedingt eine Rolle, ob er überlebt.
The Will of the Many brauch einen Moment, bis man das System versteht und noch länger, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Danach lohnt es sich dafür umso mehr!
Die Geschichte eignet sich für Fans von Pierce Browns „Red Rising“ oder Brent Weeks „Der Weg in die Schatten“ und ist darüber hinaus empfehlenswert für jeden, der weg von Mainstream Fantasy möchte. Mir persönlich hat ebenfalls gefallen, dass Romantik nicht im Vordergrund steht.




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