Kinder des Nebels

Nebelgeborene sind mächtig. Und sie existieren nur im Adel. Zumindest sollte es so sein…

„Kinder des Nebels“ ist Band 1 der High-Fantasy-Trilogie „Die Nebelgeborenen“ von Brandon Sanderson und gehört zum Kosmeer-Universum (engl. cosmere). Das Buch erschien auf Deutsch am 01.03.2018 im Piper-Verlag.

„Kinder des Nebels“ erzählt eine Geschichte von Macht, Rebellion und Familie, die nicht immer blutsverwandt sein muss. Verbrecher treffen auf Adelige und Verzweiflung auf Stärke, während die Welt um sie herum langsam auf ihren Untergang zusteuert.

Vin ist ein Straßenkind mit ungewöhnlichen Fähigkeiten: Sie kann Menschen dazu bringen ihren Wünschen zuzustimmen und zu tun was sie will. Nie hätte sie damit gerechnet, noch andere Fähigkeiten zu besitzen.

Als Vins Diebesbande von einer anderen, mächtigeren Gruppe angeheuert wird, trifft Vin auf Kelsier. Etwas an ihm kommt ihr vertraut vor. Er ist mächtig. Und aus irgendeinem Grund ist er der erste Mensch, der sich um Vin kümmert, als sei sie tatsächlich etwas wert.

Kelsier ist ein Nebelgeborener, eines der mächtigsten Wesen die existieren. Und laut ihm ist Vin auch eine. Während sie versucht mit ihren Fähigkeiten umzugehen wird ihr nach und nach klar, dass ihre neuen Freunde sie mitten in eine Rebellion ziehen, in der auch sie eine Rolle zu spielen hat: Den Adel unterwandern.

Zwischen Training, unbequemen Ballkleidern und Hochverrat findet Vin zum ersten Mal einen Platz in einer Gesellschaft, die sie immer nur abgelehnt hat. Doch für wie lange? Krieg kündigt sich am Horizont an und nicht alle Fassaden sind so stabil, wie sie aussehen…

„Kinder des Nebels“ hat ein gleichbleibend ruhiges Tempo durch das gesamte Buch. Nur zum Ende hin wird die Handlung für einen kurzen Moment schneller. Die Welt ist komplex, aber durch die recht lange Ausbildungsdauer der Protagonistin haben Lesende genug Zeit nach und nach alles zu verstehen. Da jedoch alles nur einmal erklärt wird, ist es hilfreich die Einzelheiten des Magiesystems hinten im Buch nachzuschlagen.

Die Protagonistin ist gut charakterisiert und macht trotz starker Persönlichkeit eine beeindruckende Charakterentwicklung durch.

Ich persönlich hatte dieses Buch zum zweiten Mal in der Hand – und beim zweiten Mal ist es einfacher zu verstehen, zumal ich bereits einige Anhaltspunkte hatte, die mir bei der Orientierung geholfen haben. Hier hat es sich gelohnt, das Buch wegzulegen und es ein paar Jahre später wieder zu versuchen!

Dieses Buch würde ich denjenigen empfehlen, die sich gern mit komplexem Worldbuilding auseinandersetzen und die interessante Magiesysteme mögen. Wer Bücher wie „Der Orden des Geheimen Baumes“ (Samantha Shannon) oder „Das Erbe der Seher“ (James Islington) mag, kann hier vielleicht ein neues Lieblingsbuch finden.

Das Buch ist auf der Verlagswebsite zu finden unter https://www.piper.de/buecher/kinder-des-nebels-isbn-978-3-492-70479-3


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