Ein Vorbote (auch bekannt als Herold) läutet eine Veränderung in der Geschichte ein. Er oder sie taucht auf und informiert den Protagonisten über eine Veränderung, die (meist über ein paar Umwege) vom Antagonisten ausgelöst wurde. Hier wird der Protagonist zum ersten Mal zum Handeln gezwungen und auf seinen Weg geschickt.
Vorboten gehören nicht unbedingt zur Kerngruppe. Sie müssen weder dem Protagonisten noch dem Antagonisten besonders nahe stehen. Teilweise tauchen sie gar nicht in der Geschichte auf oder sind bereits wieder verschwunden, bevor die Geschichte überhaupt anfängt. Wir erfahren in diesem Fall nur über Erinnerungen und Gespräche von ihnen.
Wenn ein Vorbote tatsächlich auftaucht, muss er eine weitere Rolle in der Geschichte einnehmen. Er benötigt wie jeder Charakter einen Platz, wo er hingehört, Verbindungen zu anderen Charakteren und eine Persönlichkeit.
Theoretisch kann ein Verbündeter, ein Mentor, ein Vorbild, Schatten oder sogar ein Wächter oder gleich der Antagonist als Vorbote agieren. Wichtig ist hierbei, dass der Wächter eine Aufgabe hat – denn dass er den Protagonisten ins Boot holt ist eine einmalige Sache und kann auch rein zufällig passieren.
Bekannte Vorboten sind Hagrid (Harry Potter), Effie (Tribute von Panem) oder Andras (ACoTaR).
Aufpassen: Wenn deine Geschichte mid-action beginnt, ist kein Vorbote notwendig – was nicht heißt, dass du keinen einbauen kannst. Wie gesagt, der Vorbote kann auch rückblickend auftauchen.
Vorboten verlangsamen in der Regel die Handlung, da sie häufig (zumindest wenn sei ausschließlich als Vorboten agieren) keine besonders talentierten oder action-geladene Figuren sind. Das muss nichts Schlechtes sein! Besonders Geschichten mit schneller Handlung können davon profitieren, wenn ein Charakter nicht ins Bild passt.
