(alte) Freunde

Alte Freunde sind Teil des Lebens des Protagonisten – bis dieses sich ändert. Oft vergessen Schreibende, dass Protagonisten ein Leben vor der erzählten Geschichte haben. Eltern sind praktischerweise verstorben, in einer romantischen Beziehung war der Protagonist nie und Freunde? Wer erinnert sich noch an die alten Freunde, wenn die neuen so viel interessanter sind?

Es gibt allerdings Möglichkeiten, Figuren aus dem alten Lebens des Protagonisten in dessen neues Leben mitzubringen:

  1. Freunde und/oder Familie des Protagonisten werden eingeweiht/miteinbezogen, da sie an einem bestimmten Punkt in Sicherheit gebracht werden müssen
  2. Freunde und/oder Familie sind bereits Teil der neuen Welt der Protagonisten – nur weiß der Protagonist (noch) nichts davon
  3. Freund und/oder Familie halten als Opfer her, um den Protagonisten zu motivieren – sehr praktisch, wenn man sich eigentlich nicht mit diesen Figuren herumschlagen möchte, aber leider mittlerweile zu häufig benutzt

Wichtig hierbei ist, dass die alten Freunde (bzw. die Familie) einen Zweck in deiner Geschichte erfüllen. Andernfalls gehören sie nicht hinein, so unrealistisch das auch wirken mag. Besser kein Charakter als einer, der nicht ausgereift ist.