Farm der Tiere

„Farm der Tiere“ von George Orwell ist eine als Fabel verfasste Politik-Satire. Diese Version erschien am 18.01.2021 im Anaconda-Verlag (Peguin Roundhouse Group). Die Erstauflage des Werks erschien in der Originalsprache Englisch im Jahr 1945.

„Farm der Tiere“ erzählt von Macht und wie sie Personen korrumtiert. Es ist eine wahre Geschichte über die Schattenseiten (mancher) menschlichen Zivilisation und erklärt spielerisch wie und warum politische Manipulation funktioniert.

Die Tiere haben genug davon, für Menschen zu schuften. Kurzerhand jagend sie den Besitzer ihrer Farm fort und stellen sie unter ihre eigene Verwaltung.

Zunächst scheint alles in bester Ordnung. Die Ernte ist reich und gehört nur den Tieren und die harte Arbeit ist ebenfalls nur für die Tiere und ist daher eine Erfüllung.

Es dauert jedoch nicht lange, bis sich Machtstrukturen herauskristallisieren. Was zunächst klar böse und Teil des Feindes war, wird plötzlich dringend benötigt. Aber gab es nicht eine Regel dagegen? Nein, das haben wir nie gesagt!

Zwischen der Manipulation von Informationen, künstlich verstärkten Feinbildern und dem Aufstieg eines unanfechtbaren Machthabers wird das Leben auf der Farm der Tiere dem immer ähnlicher, wie es vor der Übernahme von den Menschen war…

„Farm der Tiere“ ist eine ansprechend erzählte Geschichte über Macht und Manipulation. Der auktoriale Erzählstil passt sehr gut dazu und gibt beim Lesen das Gefühl ‚über den Dingen zu stehen‘ und die Situation aus der Distanz betrachten zu können.

Beim Lesen identifiziert man sich nicht mit den Menschen, mit den Tieren allerdings ebenfalls nur wenig. Man versucht automatisch einen Schuldigen für die Situation zu finden. Aber wer trägt Schuld? Der Mensch, der versagt hat? Das Schwein, das die Macht an sich gerissen hat? Oder jedes einzelne Tier, das sich entweder nicht die Mühe gemacht hat, zu verstehen, was passiert, oder es aber wusste und dennoch nicht gesagt hat?

Ich wollte dieses Buch schon seit Jahren lesen und bin positiv überrascht! Auch wenn das Buch über 80 Jahre alt ist, ist es noch immer erschreckend aktuell und ansprechend formuliert.

Empfehlenswert ist dieses Buch für Menschen, die gern beim Lesen aktiv mitdenken und Politik als grundlegende Thematik ansprechend finden. Fans von klassischen Dystopien wie „1984“ (George Orwell) oder Fahrenheit 451 (Ray Bradbury) werden von „Farm der Tiere“ begeistert sein, da es ähnlich zum Nachdenken anhält.

Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass jeder erwachsene Mensch dieses Buch lesen sollte.

Foto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/selektive-fokusfotografie-des-weizenfeldes-265216/ (Header) (SCHON NEU)

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