Jede Geschichte steht auf einen stabilen Grundriss. Bevor du anfängst zu schreiben, gibt es ein paar Fragen, die du dir selbst stellen solltest. Wenn du sie beantworten kannst, ergibt sich daraus die kürzeste Zusammenfassung einer Geschichte, die du dir vorstellen kannst.
- WER (A) will WAS (B)?
Damit klären sich bereits die ersten beiden Fragen. Wer ist dein Hauptcharakter? Was möchte diese Person? Der Wunsch ergibt sich aus der Lebenssituation deines Hauptcharakters. Ein Mädchen, dass auf der Straße aufwächst hat andere Lebensvorstellungen als der Erbe eines Milliardenunternehmens oder Nessie das Seemonster. Du brauchst mehr als nur einen Namen. Was macht deinen Charakter aus?
- WER (C) stört WIE (D)?
Sehen wir uns nun die andere Seite an. Geschichten entstehen durch Konflikt. Wer ist der Gegenspieler? Was möchte der Antagonist und was tut er, um das zu erreichen? (Dein Antagonist muss selbstverständlich nicht männlich sein!) Und besonders, wie wirkt sich das Handeln des Antagonisten auf den Hauptcharakter aus?
Der Hauptcharakter ist im Normalfall passiv, bis eine Handlung erzwungen wird. Dies tritt normalerweise über einen lebensverändernden Vorfall ein, der durch den Antagonisten ausgelöst wird.
- WIE (E) reagiert der Hauptcharakter?
Der Hauptcharakter wird also zum Handeln gezwungen. Worin besteht diese Handlung? Was ist das neue Ziel? Warum führt der Hauptcharakter nun diese Handlung aus, statt auf den ursprünglichen Wunsch hinzuarbeiten?
Wenn du all diese Fragen beantworten kannst, ergibt sich daraus die folgende Zusammenfassung für deine Geschichte:
A will eigentlich nur B, aber C löst D aus und zwingt A damit zu E.
