Dungeon Crawler Carl

Willkommen im Dungeon. Entertainment ist Pflicht. Überleben nicht.

Dungeon Crawler Carl ist der 1. Teil einer Reihe von Matt Dinniman. Auf Deutsch erscheint es am 25. Februar 2026 im Verlag Fischer Tor.

Dungeon Crawler Carl ist eine sarkastische Comedy, die Lesende von einem WAS ZUR HÖLLE? ins nächste stürzt. Gleichzeitig zeigt es menschliche und gesellschaftliche Schwächen auf, kritisiert die Medienbranche und beschäftigt sich mit der menschlichen Natur an sich – den guten und den schlechten Seiten.

Carl, der zum Zeitpunkt der Öffnung des Dungeons auf die Katze seiner Exfreundin aufpasst, entscheidet sich für den Dungeon und findet sich nicht nur ein einer Party mit der Katze Prinzessin Donut wieder, sondern auch unter ihrer Fuchtel – denn die Katze hat deutlich höhere Stats als er. Oh, und sie hat sprechen gelernt.

Das ungleiche Duo muss sich durch mehrere Etagen nach unten arbeiten, die eigenen Fähigkeiten entwickeln und dabei möglichst nicht draufgehen. Und die Aliens? Die beobachten sie in einer intergalaktischen Fernsehshow.

Zwischen Menschlichkeit und Verzweiflung halten Regeln alle Menschen im Dungeon an einer sehr kurzen Leine. Verstoße gegen die Regeln und ein Monster, gegen das du keine Chance hast, reißt dich in Fetzen. Carl bemerkt allerdings bald, dass alles, was die Regeln nicht verbieten, automatisch erlaubt ist…

Dungeon Crawler Carl ist die Geschichte von Carl, der ohne Hose und Schuhe und in Begleitung einer arroganten sprechenden Katze in einen lebensgefährlichen Dungeon steigt und herausfindet, dass er als Entertainment für Aliens dienen soll. Seine Reaktion? Augenrollen, fluchen, seufzen und weitermachen!

Die Geschichte ist oberflächlich sehr humorvoll und gibt Lesenden immer wieder Gründe herzhaft zu lachen. Gleichzeitig werden ernste Themen angesprochen und gesellschaftliche Mängel kritisiert.

Das gesamte Buch ließt sich wie ein TableTop RPG und fühlt sich an, als würde man ein solches Spiel beobachten. Das Zusammenspiel aus Humor, Katastrophe, Post-Apokalyptik und der für eine Dystopie typischen Hoffnung sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Dungeon Crawler Carl hat eine schnell startende und schnell bleibende Handlung. Die Inhalte werden mit Fortschreiten der Handlung erklärt, denn Carl ist genauso ahnungslos wie die Lesenden, was eigentlich passiert.

Empfehlenswert ist dieses Buch für erwachsen gewordene Fans von „Erebos“ (U. Poznanski) und Abenteuerbüchern im Allgemeinen. Ein persönliches Highlight ist für mich die Tatsache, dass wir es mit einem erwachsenen Protagonisten zu tun bekommen, der mitten im Leben steht, keine nennenswerten Fähigkeiten hat und mit der Situation heillos überfordert ist. Wenn es nach ihm geht, könnte man alles in die Luft sprengen. …Moment. Das ist NICHT gegen die Regeln!

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